Kurzsichtigkeit

28. Feb 2009 | Rubrik: Fehlsichtigkeiten & Sehfehler

Die Kurzsichtigkeit wird in der Medizin als Myopie bezeichnet und bedeutet, dass Menschen mit dieser Fehlsichtigkeit Objekte im Nahbereich sehr scharf sehen, während sie Objekte in der Ferne nur verschwommen wahrnehmen können. Der Grund dafür liegt meistens in einem länglich geformten Augapfel.

Das Ungleichgewicht zwischen dem Augapfel und der Brechkraft des Auges führt zu einer zu starken Bündelung des einfallenden Lichtes. So werden die aufgenommenen Lichtstrahlen eines entfernten Gegenstandes oder Objektes nicht präzise auf den Brennpunkt (schärfste Punkt des Sehens) der Netzhaut geleitet, sondern bereits vor dem Brennpunkt auf der Netzhaut gebündelt. Der Grad einer Fehlsichtigkeit (Ametropie) wird in Dioptrien (dpt) angegeben und richtet sich nach dem Brechwert, den eine Linse besitzen muss, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen.

Die häufigste Ursache für eine Myopie ist zwar ein zu langer Augapfel, doch sie kann z.B. auch durch Hornhautverformungen oder Veränderungen an der Augenlinse ausgelöst werden. Da Kurzsichtigkeit vererbt werden kann, ist sie vielfach bereits angeboren, oder sie entwickelt sich während der Kindheit und Jugend. Auch im frühen und späteren Erwachsenenalter kommt es häufig zu einer Myopie. Ist der Augapfel zu lang wird von einer Achsenmyopie (Achsenkurzsichtigkeit) gesprochen; eine zu starke Brechkraft der Hornhaut oder Linse wird als Brechungsmyopie (Brechungskurzsichtigkeit) bezeichnet.

Einige Formen der Kurzsichtigkeit lassen sich durch operative Eingriffe beheben. Die Fehlsichtigkeit bei einer Achsenmyopie wird mit Hilfe von Brillen oder Kontaktlinsen korrigiert. Für die Korrektur der Kurzsichtigkeit werden zerstreuende (konkave) Linsen verwendet, die den Weg des Lichtes vor der Bündelung verlängern und ihn so präzise auf den Punkt des schärfsten Sehens (Makula / Gelber Fleck / Fovea centralis) leiten.

Tags: , , , , ,

Kontaktlinsen 300x250